Adhäsiver Verschleiß: Was dahintersteckt und wie man ihn verhindert

Technologie

Bei der Bewegung von Bauteilen können mikroskopische Rauheitsspitzen der Metalloberfläche die Kontaktstellen regelrecht „verschweißen“. Dieser Vorgang wird als adhäsiver Verschleiß bezeichnet — und er ist eine der Hauptursachen für den Ausfall von Motoren und Getrieben.

Wie es funktioniert

Auf molekularer Ebene ist keine Metalloberfläche ideal glatt. Zwischen zwei aufeinander reibenden Bauteilen gibt es immer Punkte mit direktem Kontakt. Bei hohem Druck und hoher Temperatur kommt es an diesen Punkten zu einer lokalen Verschweißung der Metalle. Bewegen sich die Bauteile weiter, reißen diese „Schweißpunkte“ auf — und Metall wird aus der Oberfläche herausgerissen.

Die Rolle des Schmierstoffs

Ein hochwertiges Öl bildet zwischen den Oberflächen einen Film, der den direkten Metallkontakt verhindert. Übersteigen die Belastungen die Möglichkeiten der hydrodynamischen Schmierung, treten Verschleißschutzadditive in Aktion (ZDDP, Bor, Molybdän) — sie bilden unmittelbar auf der Metalloberfläche eine chemische Schutzschicht.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Öl mit passender Viskosität (zu dünnflüssig hält den Film nicht, zu dickflüssig erreicht beim Kaltstart die Kontaktstellen nicht)
  • Modernes Verschleißschutz-Additivpaket
  • Die richtige API-/ACEA-Kategorie für den Motor

Vorbeugung

Regelmäßiger Ölwechsel, die Verwendung von Originalfiltern und das Warmfahren des Motors vor hoher Belastung sind die Grundlage für ein langes Motorleben.

Im Krüger-Katalog finden Sie Motorenöle für jeden Motortyp und alle Einsatzbedingungen.

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